Studie belegt: Hodgkin-Lymphom – höhere Sterblichkeit bei Vitamin D-Mangel

In der Schulmedizin wird viel über die Gabe von Vitamin-D bei Krebserkrankungen diskutiert. Bisher galt immer die Aussage: „Hierzu liegen uns keine ausreichenden Studien vor!“
Nun nicht mehr, zumindest beim Hodgkin-Lymphom. Im Journal of Clinical Oncology wird eine deutsche Studie beschrieben, die besagt, dass ein Vitamin D- Mangel Auswirkungen auf die Mortalität bei Hodgkin-Lymphomen hat. Was das genau bedeutet, lest ihr in diesem Beitrag.

4000 i.E. Vitamin D verbraucht unser Körper täglich. Bei vielen Deutschen liegt ein Vitamin D-Mangel  vor, das ist uns hinreichend bekannt. Aber wie sich ein Vitamin D-Mangel bei Hodgkin-Lymphomen auswirkt, wurde nun in einer deutschen Studie der Kölner Uniklinik untersucht und das Ergebnis im Dezember 2019 im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht: DOI: 10.1200/JCO.19.00985 Journal of Clinical Oncology 37, no. 36 (December 20, 2019) 3528-3537.

351 Patienten nahmen hieran teil, wovon allein die Hälfte von ihnen unter einem Vitamin D-Mangel litt. Auch Patienten, die sich im fortgeschrittenem Stadium befanden, oder an einem Rezidiv litten, wiesen im Vergleich zu rezidivfreien Patienten einen niedrigeren Vitamin D-Spiegel auf. Über 13 Jahre wurden die Patienten beobachtet.

Die Überlebensrate wurde nach 10 Jahren bemessen. Erstaunlich ist, dass knapp 82% der Patienten überlebten, die keinen Vitamin D-Mangel aufwiesen, und nur knapp 65% mit einem Vitamin D-Mangel.

Die Wissenschaftler stellten auch fest, dass eine wachstumshemmende Wirkung bei Chemotherapien erzielt wird, wenn man zudem kultivierte Hodkin-Lymphom-Zelllinien mit Vitamin D ergänzt.

Was sagt uns das? Im Sommer zwischen 10 und 16 Uhr ab in die Sonne, denn sie muss mindestens im 45° Winkel stehen, dass unsere Haut Vitamin D produzieren kann, oder wir supplementieren mindestens 4000i.E. täglich.

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