Mit diesen 3 Tipps stehst du eine Panikattacke durch

Mit Übungen

Zuerst ist es eine unterschwellige Angst, irgendwann steigert sie sich. Du kannst sie nicht mehr kontrollieren oder steuern, sie kommt einfach, wann sie will. Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Schweißausbrüche sind häufige Begleitsymptome in diesen Momenten.
Häufig leiden Krebspatienten unter…

Die Diagnose Krebs verunsichert nicht nur, sie ist häufig mit diversen Ängsten verbunden: die Angst zu sterben, Schmerzen zu erleiden, den Job zu verlieren, kein Geld mehr zu haben, die Kinder nicht mehr aufwachsen zu sehen usw. Die Bandbreite ist groß. Die zunächst unterschwellige Angst kann sich ganz schnell steigern, bis die Angst vor der Angst beginnt und sich ein Angstkreislauf entwickelt. Die körperlichen Symptome wie Schwindel, Schweißausbrüche, Übelkeit, Herzrasen etc. nehmen zu und werden bewusst wahrgenommen. Die Angst scheint unkontrollierbar und sie kommt, wann sie will. Sie ist nicht steuerbar und wird sogar als lebensbedrohlich empfunden.

Keine Sorge, Panikattacken sind behandelbar und mit einigen Tipps auch kontrollierbar und abwendbar.

1. Ruhe bewahren:

Wichtig zu wissen: So wie eine Panikattacke kommt, geht sie auch wieder. Der Körper ist nicht in der Lage, die Panik länger als 30 Minuten aufrecht zu halten. Wenn er also keine Kraft mehr hat, geht er wieder in den Ruhemodus über. Von ganz allein. Du musst also „nur“ die Zeit überstehen!

Menschen in Panik wollen am liebsten aus der Situation fliehen bzw. die Situation vermeiden. Wenn ich jedoch die potentielle Angstsituation versuche zu umgehen, kommt sie erst recht und häufig sogar noch intensiver. Deshalb ist es wichtig, dass du keinen Ortswechsel vornimmst. Bleib dort wo du bist, die Angst geht von allein vorbei!

Eine Panikattacke scheint lebensbedrohlich, ist sie aber nicht! Die vegetativen Symptome wie Schwindel, Herzrasen, Schweißausbrüche etc. sind eine normale Reaktion des Körpers, wenn er glaubt in Lebensgefahr zu sein, um so Kräfte für den Kampf zu mobilisieren.

2. Mentale Stärkung durch positives Zureden

Krebspatienten haben das Vertrauen in ihren Körper verloren. Dieser Vertrauensverlust ist im Unterbewusstsein abgespeichert. Nun muss das Bewusstsein, welches viel schwächer ist, als das Unterbewusstsein, mit ihm streiten. Stell dir vor, als du Fahrradfahren gelernt hast. Wie oft bist du hingefallen, bis du es konntest? Genauso oft muss du dir also nun bewusst zureden, bis es das Unterbewusstsein auch wirklich verstanden hat, dass die Gefahr nicht real ist. Streite also mit deinem Unterbewusstsein: Ich weiß, dass du (Unterbewusstsein) Angst hast, aber diese Angst ist nicht real, weil……            / Du kannst wieder gehen, ich brauche dich nicht!

Erst wenn ich die Panikattacke akzeptiere, da ich ja weiß, dass sie wieder geht und auch die Gefahr nicht real ist, wird sie irgendwann nicht mehr wieder kommen. Wenn sie aber kommt, dann gebe ihr den Raum, für den Moment da zu sein: Ok du Angst, wenn du jetzt da bist, dann schenke ich dir jetzt maximal 30 Minuten meiner Lebenszeit, aber dann gehst du wieder!

3. Nutze deinen Körper 

Da das Vertrauen in deinen Körper derzeit gebrochen ist, ist es wichtig, dass du deinen Körper spürst. Die Panik sitzt häufig im Brustbereich und drückt auf Herz und Lunge. Wenn dich die Panik also im Liegen ereilt, dann setz dich aufrecht hin, um den Druck aus der Brust zu lassen.

Öffne deinen Brustkorb, indem du die Schultern nach hinten ziehst und somit die Brust nach vorne rausschiebst. Der Atemfluss ist so freier. Verstärken kannst du das, indem du die Arme zur Seite hin ausstreckst und den Brustkorb noch weiter öffnest.

Richte deinen Fokus auf die Körperregionen, wo die Angst gerade nicht sitzt, z.B. Hände oder Füße. Wie fühlen sich die Regionen an?

Du kannst auch einen anderen Sinnesreiz schaffen, indem du dich z.B. im Bein kneifst, den Blick in eine andere Richtung schwenkst, einen anderen Geruch aufsaugst, um das Gehirn auf eine andere Sache zu konzentrieren.

Wenn du einen Antistress-Ball hast, nimm diesen zur Hilfe.

Die Angst ist ein dominierendes, schweres Gefühl, das heißt, schaffe ein schwereres Gefühl. Zum Beispiel kannst du deine Handinnenflächen vor der Brust zusammendrücken, so dass sich die Arme, Schultern und die Brust anspannen. Dieses Gefühl kann dann dominieren und die Angst verliert an Kraft.

Sehr hilfreich sind auf jeden Fall Atemübungen, bestenfalls mit einem Partner zusammen, der die Geschwindigkeit vorgeben und du dich daran orientieren kannst. Tief durch die Nase einatmen und lange durch den Mund ausatmen. Achte darauf, wie die Luft durch deine Nase strömt, sich deine Brust hebt und auch dein Bauch sich hebt und senkt.

Im nächsten Step gilt es dann also, das Vertrauen in den Körper wieder aufzubauen, so dass eine Disbalance zwischen Körper und Seele erst gar nicht entstehen kann. Auch hierzu habe ich dir in der Rubrik Geist & Seele Körper- und Vertrauensübungen eingestellt.

 

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